Schutzfaktoren bei Essstörungen

Besonders Eltern fragen sich häufig, was sie präventiv gegen die Entstehung einer Essstörung tun können. Da sich genetische sowie soziokulturelle Faktoren kaum verändern lassen, werden hier Schutzfaktoren vorgestellt, die sich auf der individuellen und familiären Ebene umsetzen lassen und so das Auftreten einer Essstörung bestenfalls verhindern können:

  • gute Konfliktfähigkeit und positive Streitkultur in der Familie (z.B. jeder darf seine Meinung äußern, auch Ärger und Enttäuschung wird akzeptiert und gelebt)
  • Leben einer Rollenvielfalt (z.B. alle Gefühle dürfen gezeigt und unterschiedliche Interessen ausgelebt werden)
  • positive Vorbilder (z.B. Vorleben eines positiven Körperbildes unabhängig vom Idealkörper, keine Diäten oder häufiges Wiegen in der Familie)
  • tragfähige, belastbare familiäre Beziehungen
  • Fähigkeit propagierte Schönheitsideale und Medien im Allgemeinen kritisch zu hinterfragen
  • gute soziale Integration, Pflegen von Interessen und Hobbies
  • Relativierung von Leistung (Eltern leben vor, dass sie sich nicht vor allem durch Leistung definieren und fordern von ihren Kindern ebenfalls keine Höchstleistungen)
  • gute Esskultur innerhalb der Familie (z.B. gemeinsame Mahlzeiten am Tisch ohne Ablenkung, positive Stimmung beim Essen, ausgewogenes Essverhalten ohne Essensverbote, Integration von Süßigkeiten, kein Zwang zum Aufessen, keine Belohnung oder Bestrafung mit Essen)
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