ANAD e.V. feiert Geburtstag - 30 Jahre Engagement gegen Essstörungen

München, 11. April 2014: Seit drei Jahrzehnten informieren, beraten und therapieren die Mitarbeiter von ANAD. Ob selbst von Magersucht, Bulimie oder einer anderen Essstörung betroffen, oder Angehöriger, wer professionelle Hilfe und ein offenes Ohr braucht, ist hier in der Poccistraße in München richtig. In den therapeutischen Wohngruppen kümmert sich das qualifizierte Team um die Patienten und Patientinnen und auch das Internet nutzt die Organisation seit nunmehr drei Jahren sehr konsequent, um anonym und schnell Hilfe zu leisten. Am 11. April nimmt sich ANAD Zeit, um auf 30 Jahre intensiven Engagements gegen Essstörungen zurückzublicken.

Kompakte Feierlichkeiten mit vielen guten Gesprächen
„Dass der Kampf gegen Essstörungen neben sozialen und medizinischen auch politische Komponenten hat, macht der von uns gewählte Veranstaltungsort im Bayrischen Landtag und die Schirmherrschaft von Barbara Stamm, der Präsidentin des Bayrischen Landtags, deutlich“ erklärt Andreas Schnebel, Psychologe und Vorstand von ANAD. Das Programm der Veranstaltung, die am späten Vormittag stattfindet, wird, neben dem Bühnenstück „Food Diaries“, das von einer ehemaligen ANAD-Patientin geschrieben wurde, zwei interessante Talkrunden beinhalten.

Im ersten Gespräch werden Vertreter des Bayrischen Staatsministeriums, des Bezirkes Oberbayern, der Krankenkassen und der Politik über die Entwicklungen im Versorgungssystem sprechen. In einer zweiten Gesprächsrunde, werden Betroffene und Mediziner über die Möglichkeiten der Behandlung und der Chance auf Heilung sprechen. 

„Moderiert wird die Veranstaltung von Stefanie Meier, einer Mitarbeiterin von uns, darüber freu ich mich besonders. Der anschließende kulinarische Teil wird ungezwungen sein und genügend Raum für persönliche Unterhaltungen bieten“, erläutert Schnebel, dem der Austausch unter den geladenen Gästen besonders wichtig ist.

Die Arbeit von ANAD ist heute so wichtig wie vor 30 Jahren
Wie schnell die Zeit vergeht - eine Floskel, die im Zusammenhang mit runden Geburtstagen gerne verwendet wird. „Aber so fühlt es sich tatsächlich an, wenn man auf die Jahre zurückblickt, in denen sich ANAD von der Selbsthilfegruppe mit Second Hand Laden zu einer der größten Organisationen im Bereich Essstörungen entwickelt hat“, so Schnebel. „Ich selbst habe diese Jahre in meiner Arbeit als Psychologe miterlebt und als Vorstand aktiv mit gestaltet. Und obwohl wir in der öffentlichen Wahrnehmung von Essstörungen viel erreicht haben, steigt noch immer die Anzahl von Erkrankungen. Darum ist unser Engagement heute genau so wichtig wie damals. Die Wege wie wir aufklären haben sich etwas verändert, denn wir nutzen heute alle Formen von Medien wie Fernsehen, Radio und ganz stark auch das Internet, aber unser Energie ist die gleiche geblieben.“ 

30 Jahre ANAD - wie aus einem privaten Schicksal eine große Sache wurde
1984 wurde ANAD (Anorexia Nervosa and Associated Disorders) als Selbsthilfeorganisation von der Münchener Psychologin Barbara Schindler ins Leben gerufen. Als ihr Sohn an Bulimie erkrankte, konnte ihr in Deutschland nicht geholfen werden. In Amerika waren Essstörungen schon länger Gegenstand klinischer Untersuchungen und es gründeten sich entsprechende Selbsthilfegruppen. Nachdem Sie mit dem amerikanischen Modell gute Erfahrungen gemacht hatte, etablierte sie gemeinsam mit dem Diplom Psychologen Andreas Schnebel - dem heutigen Leiter von ANAD- nach ihrer Rückkehr eine ähnliche Organisation. ANAD ist ein eingetragener Verein, der sich im Laufe der Jahre zu einer der wichtigsten Anlaufstellen zum Thema Essstörungen entwickelt. Heute bietet ANAD die professionelle Hilfe in den therapeutischen Wohngruppen und in der persönlichen und internetgestützten Beratung an. Ein hochqualifiziertes und interdisziplinäres Team aus Diplom PsychologInnen, Diplom SozialpädagogInnen und Diplom OecotrophologInnen garantiert professionelle Unterstützung.

Abdruck honorarfrei
Belegexemplar erbeten
PE/04/14

Kontakt:
ANAD® e.V. 
Petra Erhart

Adresse:
Poccistraße 5
80336 München

Tel.: 089 / 219973-0
Fax: 089 / 219973-23 
Internet: www.anad.de - www.anad-dialog.de

E-Mail: rhrtndd

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