07.07.2020

Was tun bei Verdacht auf eine Essstörung

Was tun bei Verdacht auf eine Essstörung
Was tun bei Verdacht auf eine Essstörung

Was kann Angehörigen, Freunden, Familie geraten werden, wenn sie bemerken, dass eine Person in ihrem Umfeld eine Essstörung hat? Die BZgA empfiehlt

 Das Gespräch suchen

  • Sprechen Sie mit der betroffenen Person. Sagen Sie ihr, dass Sie sich Sorgen machen, weil Sie bestimmte Veränderungen in ihrem Verhalten bemerkt haben (z. B. „Ich mache mir Sorgen, weil Du Dich in letzter Zeit so stark zurückziehst“).
  • Stellen Sie nicht das Gewicht oder das Essverhalten in den Mittelpunkt des Gespräches und stellen Sie keine Diagnosen. Thematisieren Sie das beobachtete veränderte Verhalten und üben Sie keine Kritik an Essen und Figur. Machen Sie keine Vorwürfe. Das setzt Ihr Gegenüber unter Druck.


Wie sollte der Umgang zu der betroffenen Person sein?

Zu weiterführender Hilfe motivieren

  • Versuchen Sie die betroffene Person möglichst frühzeitig zu einem Besuch in einer Beratungsstelle, psychotherapeutischen Praxis oder einer Arztpraxis zu motivieren. Nutzen Sie hierfür auch die J1-Untersuchung (kostenlose Vorsorge für 12-15 Jährige).
  • Bieten Sie Ihre Hilfe an. Unterstützen Sie bei der Suche nach Informationen, bieten Sie gegebenenfalls an, die betroffene Person  zu einem Hilfsangebot zu begleiten  – so sie das wünscht.
  • Falls die Essstörung schon in einem fortgeschrittenen Stadium ist und die betroffene Person einen schwer kranken Eindruck macht, ziehen Sie unbedingt einen Arzt / eine Ärztin hinzu.

Wichtig!

  • Akzeptieren Sie die Essstörung als eine Krankheit!
  • Außerdem gilt: Je früher professionelle Hilfe in Anspruch genommen wird, desto besser ist es!
  • Lassen Sie sich auch selbst helfen und suchen Sie sich Unterstützung in einer  Beratungsstelle und / oder Selbsthilfegruppe. Essstörungen werden von Ange-hörigen und nahestehenden Personen meist als sehr belastend erlebt und sind oft mit Gefühlen wie Mitleid und Angst, aber auch Hilflosigkeit, Scham, Schuld und Wut verbunden.

 

Hilfsangebote

www.bundesfachverbandessstoerungen.de

www.bzga-essstoerungen.de

www.ANAD.de

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