25.09.2013

26.09. 2013 Kinostart: Wer schön sein will muss reisen

26.09. 2013 Kinostart: Wer schön sein will muss reisen
26.09. 2013 Kinostart: Wer schön sein will muss reisen

Tine Wittler auf der Reise Ihres Lebens

Begleiten Sie Tine Wittler, bekannt als Fernseh-Wohnexpertin, auf der Reise Ihres Lebens. Sie bricht auf ins unbekannte Wüstenland Mauretanien, wo runde Frauen als besonders schön gelten. Was sie dort findet, sind Antworten auf vielen Fragen rund um die Themen „Schönheit“ und “Ideale und viel mehr als nur die Erkenntnis, wie absurd Schönheitsideale wirklich sind.

Wir von ANAD hatten die Möglichkeiten Ihr vor Filmstart schon einmal ein paar Fragen dazu zu stellen:

ANAD: Frau Wittler welche Rolle haben in Mauretanien die Medien bei der Bildung eines Schönheitsideals und welchen Einfluss hat dies auf das Selbstbewusstsein der Frauen dort? 

TINE WITTLER: Mauretanien hat kaum eigene Medien - so etwas wie Modezeitschriften gibt es dort zum Beispiel überhaupt nicht. Das bedeutet, dass solcherlei Medien - wenn sie denn überhaupt konsumiert werden - größtenteils aus dem Ausland stammen. Hierzu gehört auch eine sehr stark anwachsende Internetnutzung. Dies führt wiederum dazu, dass die Mauretanierinnen größtenteils mit fremden Idealen konfrontiert werden und nicht mit ihrem eigenen, traditionellen Schönheitsbild. Das Faszinierende ist aber, dass ihnen dies sehr bewusst ist! Dass sie wissen, welche Gefahren darin stecken können bezüglich der Aufrechterhaltung der eigenen Identität, und dass sie dieses Thema auch untereinander sehr lebendig diskutieren. Dies hilft ihnen dabei, sich darüber bewusst zu werden, welche Macht die Medien haben können - wenn man es denn zulässt. Diese Stärke hat mich sehr beeindruckt.

ANAD: Was können die Kinobesucher als zentrale Botschaft aus Ihrem Film mit nach Hause nehmen?

TINE WITTLER: Schönheitsideale sind gebunden an Raum, Zeit und an die Gesellschaften, die sie umgeben. Allein die Tatsache, dass auf dieser Welt zwei so gegensätzliche Schönheitsideale wie das runde mauretanische und das sehr schlanke westeuropäische gleichzeitig existieren können, zeigt, dass es so etwas wie eine objektive oder messbare "Schönheit" nicht gibt. Der Film regt dazu an, darüber nachzudenken, wofür der eigene Körper eigentlich da ist. Er gibt keine letztgültigen Antworten. Aber er motiviert dazu, sich dem Thema ehrlich zu stellen und eine eigene Haltung dazu zu entwickeln. 

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