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Gedichte von Betroffenen

 

 

 

GEDICHTE VON BETROFFENEN

 

 

 

 

ich schau sie an
und erkenn sie nicht wieder
ich sehe eine gestalt
sie schon lange aufgehört hat zu leben
ich sehe eine figur
mit tränen in den augen und laufender nase
ich sehe eine person
die nur noch über der kloschüssel hängt
ich sehe
mein spiegelbild
 
                                                                   von Nina

 

 



 

Liebe Bulimie,
 
du warst täglich bei mir,
hast mich immer begleitet,
egal ob in
schlechten oder guten Zeiten
hast mir beigestanden,
mir geholfen, Wut und Freude zu verarbeiten
warst ein Teil von mir
zwei Jahre konnte ich nicht von dir lassen
hast mir Sicherheit und Kraft gegeben.
 
Du warst mein Freund,
wusstest alles über mich.
 
Du hast mich kaputt gemacht,
mich innerlich zerstört!
 
Mit dir, habe ich einige Fehler gemacht.
Doch nicht nur du warst das Problem,
sondern auch deinen Freunde,
sie zerstörten mich ebenfalls!
 
Du hinterließt Narben,
 
in meinem Herzen,
 
in meiner Seele,
 
in meinem Leben.
 
Ich bin dir trotzdem dankbar,
du warst volle zwei Jahre bei mir,
ohne, dass ich dich wahrnahm.
Du hast mir die Chance gegeben,
mein Leben zu verändern.
 
Nun musst du gehn',
denn ich brauch dich nicht mehr.
 
Nun muss ich mir helfen, allein,
ohne DICH!
 
Ich will dich nie wieder sehn',
bleib fort,
ganz weit weg,
in deinem Reich
und nicht in MEINEM!
 
Die Narben werden nie gehn',
sie bleiben bei mir.
Ich werde so oft genug daran erinnert.

Es tut weh, noch immer!

 

 von Katja

 

 


 

 

Maskenball

 

Bauch rein,

 

Brust raus,

 

Lächeln,

 

Lippen nachziehen,

 

Lächeln,

 

"Gut, und selbst?",

 

Lächeln,

 

"Nein, wirklich, wie interessant!",

 

Lächeln. Umdrehen. Und kotzen.


 


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Der Weg aus der Essstörung    

 

 

 

 

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