ANAD: News & Media
NEUIGKEITEN VON ANAD UND
PRESSEMELDUNGEN
BRONZE FÜR DIE ANAD KAMPAGE BEIM ADC GIPFEL
Beim 46. Art Directors Club Wettbewerb, dem wichtigsten Wettbewerb der Branche in Deutschland, ist die von Ogilvy & Mather gestaltete Kampagne für ANAD am 15. Mai mit einem Preis ausgezeichnet worden. Bei der Awards Show im Frankfurter Congress Center hat Andreas Schnebel, Therapeutischer Leiter von ANAD e.V., den Preis - einen bronzenen Nagel - vor 2000 Zuschauern in Empfang genommen. (Mehr Infos zum ADC und dem Wettbewerb sowie den Preisträgern unter: www.adc.de)
Mit dem bronzenen Nagel hat Ogilvy nun die zwanzigste Auszeichnung für diese Kampagne erhalten. Weitere Preise waren zum Beispiel zwei Lions beim Internationalen Werbefestival in Cannes (vergleichbar mit den Oscars in der Filmindustrie), fünf Auszeichnungen beim Eurobest in Amsterdem oder beim London International Awards Gold in der Sparte „New Categorie.
Die Bilder finden Sie in dem angehängten Dokument (pdf).
Ogilvy und Mather, die international führende Werbeagentur, hatte sich letztes Jahr des Themas Magersucht angenommen und ANAD dafür als Partner ausgewählt: Die berühmten Aktbilder von Manet, Ingres und Boucher wurden detailgetreu nachgemalt, mit dem Unterschied, dass die dargestellten Frauen bis auf die Knochen abgemagert sind. Die drei Ölgemälde wurden im Frankfurter Staedel Museum in der ständigen Ausstellung präsentiert, wie Sie in dem kurzen Film auf unserer Startseite sehen können.
ZFD INfOKANAL REPORTAGE ÜBER DREI ANAD BEWOHNER
Am 30. Januar - in der Wiederholung dann auch an anderen Tagen - lief im ZFD Infokanal eine 15minütige Reportage mit drei ANAD Bewohnern:
Ein 22jähriger junger Mann, der schon länger mit seiner Anorexie kämpft, aber bei ANAD schon mehrere Kilo zugenommen hat.
Eine 17jährige, die stark übergewichtig und sozial vollkommen isoliert war: Mittlerweile hat sie einen Freundeskreis, geht in die Öffentlichkeit und nimmt erfolgreich ab.
Und eine Patientin, die an Orthorexie litt und deshalb magersüchtig wurde. Auch sie ist auf einem sehr guten Weg aus der Krankheit heraus.
Und alle drei haben wieder Ziele und Zukunftspläne, Freunde und Freude am Leben. link zur ZDF Reportage:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/958758/Gemeinsam-gegen-Essstoerungen#/.
KOOPERATION ZWISCHEN DEN HERRMANNSDORFER LANDWERKSTÄTTEN UND ANAD e.V.
Eine neue Möglichkeit für ANAD Patienten
Nun wird ein lang gehegter Wunsch Realtität: Auf dem Gelände der Herrmannsdorfer Landwerkstätten in Glonn ist von Georg Schweisfurth und der "oikos Jugendakademie" eine therapeutische Wohngruppe für Jugendliche eingerichtet worden. Hier werden zwei Patienten, nach ihrem halben Jahr in den therapeutischen ANAD Wohngruppen, zusammen mit anderen Jugendlichen und jungen Erwachsenen leben und von dem vielseitigen Angebot vor Ort profitieren.
Auf den Gelände der Herrmannsdorfer Landwerkstätten leben ca. 80 Menschen jeden Alters und mit sehr unterschiedlichen Tätigkeiten zusammen. Als Praxisfelder stehen konkret und real wirtschaftende kleine Handwerksbetriebe zur Verfügung, die seit Jahren selbst ausbilden und auch über intensive Erfahrungen mit Praktikanten verfügen. Gegründet wurden die Landwerkstätten 1986. Sie bilden seither eine Synthese von landwirt-schaftlicher Erzeugung, Lebensmittelverarbeitung und Lebensmittelproduktion.
Die Schwerpunkte der Arbeitsmöglichkeiten liegen in der Verarbeitung der ökologisch erzeugten Pflanzen und Tiere in Metzgerei, Bäckerei, Käserei und Brauerei und deren Vermarktung im hofeigenen Laden und Verkaufsläden in Stadt und Umland.
Für Jugendliche und junge Erwachsene stellt die „oikos-Jugendakademie die Möglichkeit dar, sich schulisch oder beruflich zu orientieren, weiterzubilden oder in den Werkstätten vor Ort ihre eigenen Fähigkeiten zu erproben.
Als Unterkunft steht eine Wohngemeinschaft in Herrmannsdorf zur Verfügung, die von den Mitarbeitern der „oikos-Jugendakademie geführt wird.
Die ANAD Patienten wohnen und leben in dieser Wohngemeinschaft und werden weiterhin psychologisch, medizinisch, sozialpädagogisch und ernährungstherapeutisch von ANAD Mitarbeitern betreut.
Krisenintervention erfolgt durch den Tag- und Nachtdienst von ANAD, der jederzeit erreichbar ist. Außerdem sind durch das gemeinsame Zusammenleben in der Dorfgemeinschaft und im Rahmen der „oikos-Jugendakademie ständig qualifizierte Fachkräfte vor Ort, die bei auftretenden Problemen helfen können.

Andreas Schnebel, therapeutischer Leiter von ANAD und unsere Mitarbeiterin Dr. Eva Wunderer haben ein Buch über Essstörungen geschrieben, das gerade im Beltz Verlag erschienen ist.
Die Autoren beschreiben anhand zahlreicher Fallbeispiele die psychotherapeutische, sozialpädagogische, ernährungstherapeutische und medizinische Behandlung der Essstörung - und damit die vier wesentlichen Säulen der interdisziplinären Essstörungstherapie.
Ausgangspunkt sind die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse sowie die Erfahrungen und Therapieerfolge der über Fachkreise hinaus bekannten ANAD Wohngruppen. Die vielen eingestreuten Schilderungen von Patienten tragen dazu bei, dass der Leser immer einen konkreten Bezug zwischen Theorie und Praxis herstellen kann. Arbeitsblätter und Kurzinformationen für Therapeuten und Patienten ergänzen den Text und finden sich seperat auf der beigefügten CD-Rom.
Ein Praxisbuch für alle Berufsgruppen, die sich mit Essstörungen beschäftigen, für Betroffene und deren Angehörige.
Eva Wunderer, Andreas Schnebel:
Interdisziplinäre Essstörungstherapie.
Psychotherapie, Medizinische Behandlung, Sozialtherapie, Ernährungstherapie.
Infoblatt und Bestellschein zum downloaden
Zu bestellen beim Beltz Verlag
ISBN 978 -3-621-27682-5

Der Bundesfachverband Essstörungen hat ein Ratgeberbuch über Essstörungen herausgegeben:
Bundesfachverband Essstörungen (Hrsg.):
"Essstörungen. Ursachen und Risikofaktoren - Hilfe und Unterstützung"
Ein neues, äußerst anschauliches Ratgeberbuch zum Thema Essstörungen ist soeben im Compact Verlag erschienen. Die Autoren, alle BFE Mitglieder, sind Mediziner oder Psychologen und arbeiten seit Jahrzehnten ausschließlich im Essstörungs-Bereich: Dr.med. Hartmut Imgart, Prof.Dr.phil. Günter Reich, Dr. Doris Weipert, Dr. Eva Wunderer und Dr. med. Wally Wünsch-Leiteritz.
Der Ratgeber zeigt, wie Essstörungen entstehen und wie man sie erkennt. Er liefert Informationen über Beratungs- sowie Therapiemnöglichkeiten und gibt konkrete Tipps zu einem ausgewogenen Essverhalten. Ein hilfreicher Begleiter für Betroffene und deren Angehörige auf dem Weg zur Gesundung.
Compact Verlag in Kooperation mit dem BKK Bundesverband,
ISBN 978 3 8174 6630 6

Dr. med. Lisa Pecho und die Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt
Die leitende Ärztin von ANAD, Dr. Lisa Pecho, zu Gast im Gesundheits-ministerium
„Euer Leben hat Gewicht – das war das Motto der Veranstaltung am 18. Juni in Berlin, zu der Ulla Schmidt eingeladen hatte: Gekommen sind über 150 Jugendliche, um mit Vertretern der Medien sowie Fachleuten über das herrschende Schönheitsideal und den damit verbundenen Schlankheitswahn zu diskutieren.
Prominente Gäste bei den zwei Diskussionsrunden waren: die Sängerin und Schauspielerin Jeanette Biedermann, Jessica Wahls, Sängerin bei den „No Angels und die Popband Lexington Bridge.
Die Prominenten, Dr. med. Liso Pecho und der Diplom Psychologen Hans Niggenaber redeten nach den einleitenden Worten von Ulla Schmidt mit den Schülern über das Thema: Schönheit, Schlankheit und Essstörungen. Einige Jugendliche aus dem Publikum hatten ganz konkrete Fragen an Dr. Lisa Pecho, z.B.: „Wie oft am Tag erbricht ein Bulimiker? Wie soll ich mit meiner magersüchtigen Freundin umgehen? Soll ich Sie offen auf ihr Essproblem ansprechen? Kann ich als Freundin mit zur Beratungsstelle gehen? Viel Applaus erntete ein Junge für sein Statement: „Ich weiß gar nicht, wer diese Models, deren Fotos sowieso alle retuschiert sind, schön findet? Mir gefallen diese mageren Körper überhaupt nicht.
Viel Mut bewies der 21jährige Sänger der Lexington Bridge Band, Nye Oakley, indem er von seiner eigenen Bulimie-Erkrankung berichtete. Er ist erst vor ein paar Wochen aus der Klinik entlassen worden und möchte nun eine Stiftung gründen. Man kann nur hoffen, dass diese Offenheit viele – und gerade Männer – dazu bewegt, sich zu ihrer Krankheit zu bekennen und sich schnell Hilfe zu holen.
Interessant waren auch die Informationen von Katja Rauchfuß, Mitarbeiterin von Jugendschutz.net, der Einrichtung des Ministeriums, die sich um die Einhaltung des Jugendschutzes im Internet kümmert. Und das heißt konkret, dass man sich an diese staatliche Stelle wenden kann, wenn man Internetseiten findet, auf denen Essstörungen verharmlost, glorifiziert oder gar als life style angepriesen werden, wie beispielsweise in den Pro Ana Foren.
Insgesamt war es eine gelungene Veranstaltung, die viel Resonanz in den Medien gefunden hat
Dr. med. Pecho im Gespräch mit dem Sänger von "Lexington Bridge", Nye Oakley

Die Diskussionsrunde mit Jeanette Biedermann und Jessica Wahls

Die zwei Filmemacherinnen Sarah und Sina
Videoworkshop „close up
ANAD Patientinnen produzieren im Haus der Kunst eigene Kurz-Filme
Zusammen mit der Museumspädagogischen Abteilung vom Haus der Kunst realisierten ANAD Patientinnen ein spannendes Projekt:
In der Auseinandersetzung mit der Kunst von Robin Rhode haben die jungen Frauen eigene Filme - vom Drehbuch, über das Filmen, den Schnitt bis zur Vertonung - selbst produziert.
Einmal bauten sie als Kulisse ein Hochhaus aus Papier, ein anderes Mal entstand eine gezeichnete Supermarktlandschaft, durch sich die Darstellerin traumwandlerisch bewegt.
Zur Kunst von Robin Rhode:
Der südafrikanische Künstler verknüpft zweidimensionale Zeichnungen, die Mittel der Fotografie und des Films sowie der Performance humorvoll und spannend zu einem Spiel zwischen realer und ausgedachter Welt. Die oft surreal wirkenden Situationen und Geschichten sind erfüllt von einer Sehnsucht und dem Wunsch die Härte des südafrikanischen Alltags zu überwinden.

Am 13.12. hat im Berliner Gesundheitsministerium der sogenannte "Essstörungsgipfel" stattgefunden: Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, Familienministerin Ursula von der Leyen, Forschungsministerin Annette Schavan und Emma Herausgeberin Alice Schwarzer starteten zusammen die Initiative "Leben hat Gewicht".
Andreas Schnebel, der Therapeutische Leiter von ANAD e.V. war als Experte zu diesem Gipfel eingeladen, bei dem er als Premiere die ANAD Spots (siehe Startseite) den anwesenden Ministerinnen und Experten zeigen konnte.
Für die Homepage der Aktion Mensch (www.diegesellschafter.de) hat Schnebel folgenden Kommentar verfasst:
Essen gehört zum Leben!
Ich war sehr froh, als ich im Herbst von der Initiative der drei Ministerinnen Ulla Schmidt, Annette Schavan und Ursula von der Leyen sowie der Emma Herausgeberin Alice Schwarzer hörte, einen „Essstörungsgipfel in Berlin zu veranstalten. Endlich nimmt sich die Bundespolitik diesem Thema an und bringt es an die Öffentlichkeit! Und dazu Ressort übergreifend!
Als Psychologe arbeite ich mit essgestörten Menschen. In München habe ich vor 25 Jahren eine der ersten Beratungsstellen in Deutschland gegründet und therapeutische Wohngruppen aufgebaut für diese oft verheimlichte und tabuisierte, aber weit verbreitete psychosomatische Erkrankung.
Der Aufruf der Ministerinnen stellte unter dem Motto „Leben hat Gewicht, zwar keine konkreten Aktionspläne vor, aber er macht einen Anfang in die richtige Richtung, nämlich Öffentlichkeit für die Krankheit herzustellen und damit einer konkreten Präventionsarbeit Vorschub zu leisten.
Ansetzen müsste man an mehren Punkten: Wie kann man denjenigen helfen, die unter einer Essstörung leiden? Und wie kann man heranwachsende Kinder und Jugendliche davor bewahren, in diese schwerwiegende psychosomatische Erkrankung reinzurutschen, die sie oft Jahre, wenn nicht jahrzehntelang begleiten? Wie kann man Eltern, Verwandte, Freunde von Betroffenen für dieses Krankheitsbild sensibilisieren?
Für die schon Erkrankten muss es ein flächendeckendes Angebot an spezialisierten Beratungsstellen und psychosomatischen Fachklinken, geben, damit sie nicht - wie es leider immer noch viel zu häufig geschieht – in der Psychiatrie laden. Das kostet erst einmal Geld. Das aber dadurch wieder eingespart wird, in dem die Patienten schneller gezielt geholfen werden kann und sie so vor einem oft jahrelangen Klinikmarathon bewahrt werden.
Es muss viel in unserer Gesellschaft passieren, damit nicht mehr Kinder (ja, es gibt bereits Mädchen, die mit 9 oder 10 Jahren bereits an einer Magersucht leiden) und Jugendliche in eine Essstörung flüchten:
Prävention bedeutet dabei für mich, dass Kinder und Heranwachsende zu selbstbewussten und starken Persönlichkeiten heranwachsen. Denn mit einem gesunden Selbstbewusstsein, mit einem guten Selbstwertgefühl, das nicht von einem gesellschaftlich vorgegebenen Bild von Attraktivität abhängig ist, überstehen Jugendliche auch die schwierige Phase der Pubertät. Dann sind Magermodels eben Magermodels und keine nachahmenswerten Idole mehr. Wenn man Konflikte mit sich und anderen aushalten und austragen kann, dann definiert man sich nicht mehr über die schulische, sportliche oder sonstige Leistung, sondern über sein einzigartiges So-Sein.
Und wie erreicht man das? Ich will nur ein paar Stichpunkte nennen: Die Bundesregierung sollte Eltern und vor allem allein erziehende Mütter (jedes dritte Kind lebt mittlerweile bei einem Elternteil) finanziell stärken, damit genug Zeit und die Energie bleibt, sich mit seinen Kindern zu beschäftigen. Noch wichtiger ist eine gesamtgesellschaftlich Wertedebatte, die darüber nachdenkt, warum Kinder dem Mythos Leistung und der damit verbunden Anerkennung anheim fallen – sei es in Form von Öffentlichkeit wie bei den so genannten Stars, sei es in Form von Schulnoten, finanziellem Verdienst oder eben einer „Traumfigur und vermeintlichen „Idealmaßen.
Der Aufruf zur Kampagne „Leben hat Gewicht ist ein möglicher Anfang. Ein grundsätzliches Umdenken, bei der der Mensch sich nicht ausschließlich über Leistung definiert, wird nicht ad hoc stattfinden. Der Aufruf ist ein Anstoß, das Thema in die Gesellschaft zu transportieren und sie dafür zu sensibilisieren – jenseits von Schockbildern eines magersüchtigen, fast skelettierten französischen Models. Er hat dazu geführt, dass das Thema „Essstörungen wenigstens für einen Tag in allen Medien präsent war, und das halte ich für schon für einen Erfolg!
News: Gundis Zámbó ist neue Patin von ANAD e.V. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und kommende Projekte

Vita Gundis Zámbó:
Gundis Zámbó, Jahrgang 1966, ist bekannt als Moderatorin von verschiedenen TV-Sendungen („Bitte lächeln, „Bim Bam Bino, „Die Vorher-Nachher-Show) sowie als Schauspielerin für einige Fernsehserien. Heute ist sie u.a. als Produzentin ihrer eigenen TV-Sendung „Gundis Zámbós Beaty Lounge tätig. Neben ihrem Beruf engagiert sie sich unter anderem in der Felix-Burda-Stiftung, beim «The Eagles Charity Golf Club e.V.», sie ist Botschafterin der SOS-Kinderdörfer, seit Herbst Patin bei ANAD e.V. und Beraterin der CDU/CSU Bundestagsfraktion zum Thema Prävention von Essstörungen.
Gundis Zámbó hat eine Biographie geschrieben, die Anfang Oktober veröffentlicht wurde: „Mein heimlicher Hunger. Ich hatte Essstörungen und bin geheilt. In diesem Buch beschreibt sie schonungslos ihren Weg in die Bulimie, ihr jahrelanges Leben damit und ihren Weg aus der Krankheit. Der Leser bekommt nicht nur einen Einblick in ein Leben mit der Essstörung Bulimie, sondern erfährt auch viel über die Medienwelt und deren Mechanismen.
Aufgrund der eigenen Erfahrungen engagiert sich Gundis Zámbó nun für ANAD e.V., denn sie hat am eigenen Leib erfahren, was es heißt, eine Essstörung zu haben und wie schwer es ist, sich von dieser Krankheit zu befreien.
Statements von Gundis Zámbó zu ihrer Patenschaft:
„Ich kenne den Therapeutischen Leiter von ANAD e.V., Dipl.-Psych. Andreas Schnebel schon seit meiner Anfangszeit als Moderatorin. Damals war er mehrmals in meiner Sendung „BimBamBino als Experte zum Thema „Essstörungen. Ich als selbst Betroffene habe ihm natürlich sehr aufmerksam zugehört und mir seinen Namen eingeprägt. In den folgenden Jahren habe ich dann immer wieder die Arbeit von ANAD verfolgt und mich auch über das Internet über die therapeutischen Wohngruppen informiert.
Als ich schließlich mein Buch geschrieben hatte, merkte ich, dass ich mich aufgrund meiner eigenen Geschichte gerne im Bereich Essstörungen engagieren würde, um präventiv tätig zu werden: Mein erster Gedanke war sofort ANAD, weil ich die Art und Weise, wie in den Wohngruppen gearbeitet wird, als sinnvoll, als hilfreich und als wegweisend ansehe. Also rief ich bei ANAD an, traf mich zu einem Gespräch mit Andreas Schnebel, schaute mir die Wohngruppen an, las viel über die Konzeption der Wohngruppen, lernte die Beratungsstelle kennen und entschied mich, die Arbeit von ANAD zu unterstützen. Seitdem war ich mehrmals in den Wohngruppen zu Gast: Z.B. beim therapeutischen Angebot „Kochen und Essen oder bei der offiziellen Eröffnungsfeier der neuen Wohngruppen mit der Bayerischen Sozialministerin Christa Stewens, bei der man einen sehr guten Einblick in die therapeutische Arbeit bekam. Außerdem habe ich eine Gesprächsrunde mit Patientinnen über mein Buch geführt bei der jede mir versicherte, sie fände sich in meinem Buch wieder.
Jedesmal war ich von den Begegnungen mit den Betroffenen berührt: Der Kampf gegen die Krankheit Essstörung ist – wie ich ja selbst weiß - einfach sehr hart. Während die meisten Menschen immer noch denken ;Die Magersüchtigen sollen einfach mehr essen und die bulimischen Menschen aufhören sich zu übergeben`, weiß jeder Betroffene, dass die Seele gesunden muss, damit man mit dem Suchtmittel „Essen wieder umgehen kann. Bei ANAD können die Patienten durch die Betreuung eines multidisziplinären Teams, bestehend aus Psychologen, Ernährungstherapeuten und Sozialpädagogen, lernen, alle Bereiche ihres Lebens wieder selbständig und selbstbestimmt zu gestalten. Dabei herrscht eine freie, kommunikative und freundliche Atmosphäre, in der jeder einzelne seinen Platz innerhalb der Wohngruppe finden kann.
Nun freue ich mich auf die Patenschaft bei ANAD und hoffe auf viele Projekte, bei denen die Prävention im Mittelpunkt steht, damit in der Gesellschaft eine Sensibilität für das Thema „Essstörung wächst und ein Umdenken stattfindet.
München 25.09.2007
ANAD e.V. zu den Fotos der italienischen Modefirma "No-l-ita":
ANAD e.V. befürwortet die Bilder des Fotografen Oliviero Toscani
In der italienischen Zeitung „La Repubblica erschien heute eine Anzeige der italienischen Modemarke „No-l-ita, welche ein magersüchtiges junges Model abbildet. ANAD e.V., Münchner Beratungsstelle und therapeutische Wohngruppe für Menschen mit Essstörungen, befürwortet diese Kampagne gegen Magersucht.

Bereits vor einiger Zeit machte ANAD e.V. auf das Tabuthema „Essstörungen aufmerksam: Eine schwer magersüchtige Frau ließ sich nur mit einem Slip bekleidet wie ein Model ablichten. Diese Fotos wurden als Postkarten, auf Plakatwänden u.v.m. veröffentlicht (siehe www.anad.de/aufschrei ).
wie eine Umfrage in unseren Wohngruppen ergab, befürworten Betroffene solche Aktionen, weil damit das Thema Essstörungen Aufmerksamkeit erfährt.
Pressemeldung ANAD e.V.
ANAD e.V. richtet Männer Wohngruppe ein und reagiert damit auf die wachsende Zahl essgestörter Männer.
München 05.03.2007
Seit drei Monaten hat ANAD e.V. eine eigene therapeutische Wohngruppe für essgestörte Männer in München eingerichtet, was einzigartig in Deutschland ist. Die Nachfrage nach einem solchen Therapieangebot auch für Männer wurde aufgrund der wachsenden Zahl von Männern mit Essstörungen (Magersucht, Bulimie und Binge-Eating) immer größer. Deshalb bietet ANAD e.V. nun auch männlichen Betroffenen die Möglichkeit, mit Hilfe der seit über 12 Jahren praktizierten intensivtherapeutischen Betreuung in den Wohngruppen einen Weg aus der Krankheit zu finden.
Längst sind Magersucht, Bulimie, Anorexie und Binge-Eating-Disorder keine "Frauenkrankheiten" mehr. Gründe hierfür sind u.a: Männer eifern zunehmend einem durch die Werbung und Medien transportierten Schönheitsideal nach: Der schlanke, durchtrainierte Erfolgsmensch mit dem Adonis-Körper. Dazu Diplom Psychologe Andreas Schnebel, Therapeutischer Leiter von ANAD e.V.: „Mit Hilfe von Diäten und Fitnessstudios hoffen immer mehr Männer, sich den ersehnten Waschbrettbauch und einen gestrählten Körper zu erarbeiten. Stattdessen landen sie in einer Essstörung aus der sie ohne therapeutische Hilfe nicht herauskommen. Anders als bei Frauen steht oft die Pflege und die Sorge um den Körper im Vordergrund, sondern der Körper ist Mittel zum Zweck und symbolisiert Einsatzwillen, Mut, Erfolg, Härte, Kraft oder eben Schwäche, Scheitern. Hinter dem exzessiven Training und dem gestörten Essverhalten steckt häufig der verzweifelte Versuch, sich selber Bedeutung zu geben und akzeptiert zu werden.
Genauso wie bei Frauen zieht sich der betroffene Mann immer mehr in seine Welt aus Essen, Erbrechen, Kalorienzählen und Hungern zurück. Soziale Isolation, massive Selbstunzufriedenheit, übertriebene Ansprüche an Leistung, persönlichen Einsatz, Charakterstärke und Erfolg verhindern, dass die betroffenen Männer zur Ruhe kommen. Alles dreht sich um den Körper, das Gewicht, das Aussehen. Jedoch nur scheinbar. Denn der Körper bildet eine willkommene Projektionsfläche für tiefe Selbstzweifel, für psychisches Leiden oder eigene Probleme, die über den Körper abgehandelt werden, aber anderswo entstanden sind.
Da es bislang nur wenige Studie zu diesem Thema gibt, variieren die Zahlen, wie viele Männer von einer Essstörung betroffen sind. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gibt an: „Schätzungsweise jede zwölfte Person mit Essstörungen ist männlich. Damit sind etwa 90.000 Jugendliche und junge Männer betroffen." Dabei nimmt ihre Zahl in den letzten Jahren stark zu.
Über ANAD e.V. :
ANAD e.V. wurde 1984 in München gegründet und bietet einerseits Beratung für essgestörte Menschen, deren Angehörige, Lehrer etc an. Daneben hat ANAD e.V. 44 Therapieplätze in Form von Wohngruppen. Im Zentrum von München wohnen Frauen (14-35 Jahre) und Männer (18-35) mit Essstörungen in einzelnen Wohnungen zusammen. Sie werden intensiv begleitet von einem Team aus Ärzten, Psychotherapeuten, Sozialpädagogen und Ökotrophologen. Der Vorteil dieser einzigartigen Einrichtung liegt auf der Hand: Die Patienten können weiterhin die Schule besuchen oder ihrem Beruf nachgehen und sind im permanenten Austausch mit den Therapeuten (www.anad.de).
Rückfragen an:
ANAD e.V.
Beratungsstelle bei Essstörungen
Poccistr. 5
80336 München
089/ 219973 0
beratung@anad.de
www.anad.de
Claudia Engel
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ANAD e.V.
Tel: 089 / 219973-70
engel@anad.de
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