Essstörungen - Tipps für Lehrer
HINWEISE FÜR LEHRERINNEN UND LEHRER
Wenn Sie mit Gruppen von Jugendlichen arbeiten, ist die Wahrscheinlichkeit
groß, dass darunter auch Mädchen oder Jungen sind, die an einer Essstörung
leiden.
Auffallen werden meist lediglich diejenigen, deren Essstörung auch zu
Gewichtsproblemen führt, d.h. Magersüchtige oder Esssüchtige mit Übergewicht.
Mädchen und Jungen mit Bulimie bleiben zumindest hinsichtlich ihres Gewichts
und ihres Essverhaltens dagegen häufig unauffällig.
Unabhängig davon, ob ein konkreter Verdacht besteht oder nicht, ist es sinnvoll, das Thema "Essstörungen" im Unterricht zu behandeln und das gängige Schlankheitsideal kritisch zu diskutieren. Durch ein Informationsblatt können betroffene Jugendliche Hinweise auf Hilfsangebote erhalten, ohne sich persönlich offenbaren zu müssen.
Nehmen Sie den Verdacht auf eine Essstörung ernst. In einem persönlichen
Gespräch in einer vertrauliche Atmosphäre sollten Sie wissen lassen, dass Sie die Verhaltensänderung bemerken und eine Essstörung vermuten. Zielen Sie in einem solchen Gespräch nicht nur auf die Gewichtsveränderung ab. Die oder der Betroffene reduziert sich selbst auf ein Gewichtsproblem - eine Sichtweise, die nicht unterstützt werden sollte. Auch wenn die oder der Jugendliche zunächst ablehnend reagiert, kann ein solches Gespräch das entscheidende Signal sein, Hilfe zu suchen. Verweisen sie in jedem Fall auf konkrete Hilfsangebote in Wohnortnähe.
Tipps:
Als Basisinformation für Lehrkräfte empfehlen wir die Broschüre "Prävention von Essstörungen in der Schule" des ISB - Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung München. Nähere Informationen unter der Rubrik "Publikationen" auf der Webseite des ISB: www.isb.bayern.de.
Eine Weiterbildung von ANAD am 7. Juli 2011, 14:00-16:30 Uhr
speziell für Lehrkräfte:
"Wie erkenne ich eine Essstörung, und wie reagiere ich darauf?".
Mehr Informationen dazu finden Sie auf unserer Homepage unter Fortbildungen.
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