Essstörungen - Prävention: Tipps für Eltern, Freunde und Lehrer
TIPPS ZUM THEMA PRÄVENTION FÜR
ANGEHÖRIGE, FREUNDE UND LEHRER
Auch Sie als Eltern, Angehörige, Freunde. Lehrer etc. können Ihren Teil dazu beitragen, um Essstörungen zu verhindern:
- Der beste Schutz gegen Essstörungen ist ein gesundes Selbstvertrauen: Fördern Sie das Selbstwertgefühl ihres Kindes, indem Sie es für seine Fähigkeiten und Eigenschaften loben. Machen Sie Ihren Kindern Mut, zu sich selbst zu stehen.
- Sprechen Sie offen über Gefühle, gehen Sie dabei Konflikten nicht aus dem Weg und setzen Sie Ihren Kindern Grenzen, damit diese ihrerseits lernen können, Grenzen zu setzen. Eigene Grenzen sind wichtig für Jugendliche, denn sie helfen ihnen, ihre Fähigkeiten zu erfahren und zu einer realistischen Selbsteinschätzung zu gelangen - kurz: ihre eigene Identität zu finden.
- Jugendliche, die Gefahr laufen, eine Essstörung zu entwickeln, haben oft besondere Schwierigkeiten, sich von ihren Eltern abzugrenzen und von Zuhause abzulösen. Sie können ihnen helfen, indem Sie ihnen das Gefühl vermitteln, dass sie ihren eigenen Weg finden und gehen dürfen, auch wenn er von Ihren Vorstellungen abweicht.
- Das Aussehen ist nur ein Aspekt unter vielen - aber ein wichtiger. Machen Sie keine negativen Bemerkungen über das Äußere ihrer Kinder, insbesondere was das Gewicht angeht. Sie verschlechtern damit nur ein möglicherweise schon angeschlagenes Selbstbild.
- Leben Sie ein gesundes Essverhalten vor - mit geregelten Mahlzeiten und ohne Diäten. Eltern sind Vorbilder, auch was das Essen angeht! Essen sollte für Sie und Ihre Kinder vor allem auch Freude und Genuss bedeuten.
- Hinterfragen Sie Ihre eigenen Essgewohnheiten: Welchen Stellenwert hat das Essen bei Ihnen selbst? Welchen Stellenwert hat es in Ihrer Familie? Wird es zur Belohnung oder Bestrafung eingesetzt?
- Diäten sind häufig die "Einstiegsdroge" in eine Essstörung. Klären Sie Ihre Tochter oder Ihren Sohn über die negativen Auswirkungen von Diäten auf.
- Scheuen Sie sich nicht davor, Unterstützung in Elternkreisen, bei Schulpsychologen und in einer Beratungsstelle für Essstörungen in Ihrer Nähe zu holen, vor allem dann, wenn Sie merken, dass Ihr Kind Probleme mit dem Essen hat oder diesbezüglich besonders gefährdet scheint. Versuchen Sie jedoch nicht, die Probleme für Ihr Kind zu lösen - Jugendliche reagieren allergisch darauf, wenn ihre Eltern sich "einmischen".
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