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Essstörungen - Das klärende Gespräch

 

 

TIPPS FÜR ANGEHÖRIGE, FREUNDE, LEHRER, ÄRZTE:

DAS KLÄRENDE GESPRÄCH

 

 

 

Was soll ich tun, wenn ich den Verdacht habe, dass eine Essstörung besteht?

 

Wenn du vermutest, dass jemand, der dir nahe steht, an einer Essstörung
leidet, solltest du nicht länger zögern und das Gespräch suchen. Überwinde
deine Scheu, denn es hilft weder dir noch dem anderen, wenn du wartest.
Bevor du das Thema ansprichst, solltest du dir jedoch folgendes klarmachen: Durch die ständige Beschäftigung mit den Themen Essen und Gewichts-kontrolle ist die Essstörung für die meisten Betroffenen zum wichtigsten Lebensinhalt geworden, alle Gedanken und Handlungen kreisen darum. Und vor allem: Die Betroffenen definieren ihre eigene Persönlichkeit über die Essstörung.

Deshalb ist es besonders wichtig, dass du nicht versuchst, der Betroffenen zu sagen, was sie tun soll. Respektiere ihre Grenzen und erinnere dich immer wieder daran, dass du sozusagen an den "Grundfesten ihrer Persönlichkeit" rüttelst. Sage, wie du die Situation empfindest, ohne Vorwürfe zu machen und mache Vorschläge, aber keine Vorschriften. Die Entscheidung, etwas ändern zu wollen, kann nur von den Betroffenen selbst kommen.

 

 

Wie spreche ich das Thema Essstörung am besten an?

 

Am besten überlegst du dir bereits vorher, was du sagen willst und was du
durch dieses Gespräch erreichen willst - und suche einen Ort aus, an dem ihr
ungestört seid
. Wenn Vertrauen vorhanden ist und der passende Moment ge-
funden wird, sind die Chancen groß, dass die betroffene Tochter oder der betroffene Sohn, der Freund oder die Freundin mit Erleichterung reagiert. Vielleicht hatte sie oder er selbst schon längst das Gefühl, dass etwas nicht stimmt, und empfindet es als Entlastung, sich endlich einmal alles von der Seele reden zu können. Dann wird sie bzw. er wahrscheinlich auch für Hilfe von außen aufgeschlossener sein.

 

 

Wie verhalte ich mich im Gespräch?

 

Wichtig ist vor allem, ruhig zu bleiben. Denn es kann auch sein, dass die Be-
troffenen zunächst einmal alles abstreiten. Dann ist es am besten, nicht nach-
zubohren, aber dein Gesprächsangebot bestehen zu lassen. Darüber hinaus
kannst du dir professionelle Hilfe suchen, und dich z.B. an eine Beratungsstelle oder an eine Selbsthilfegruppe für Angehörige wenden.

 

Zu den Seiten:

Tipps für Eltern, Partner und Freunde   Verhaltenstipps für Angehörige  

 

 

 

 

Vertrauen, gute Vorbereit-ung, der pas-sende Moment: Zutaten eines guten Gesprächs

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