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Mein persönliches Essprotokoll

 

 

 

MEIN PERSÖNLICHES ESSPROTOKOLL

 

 

Mit meinem persönlichen Essprotokoll zurück zur Kontrolle?

 

Als Betroffene (vor allem von einer Bulimie oder Binge-Eating-Störung) hast du vielleicht keinen genauen Überblick mehr über dein Essverhalten. Um dein Essverhalten verändern zu können, musst du zunächst einmal wieder hinschauen. Auch wenn du Angst davor hast: Dein Essverhalten genau kennen zu lernen, ist der erste und notwendige Schritt aus deiner Essstörung!

 

  

Und wie kann ich Klarheit über mein Essverhalten bekommen?

 

Zum Beispiel mit einem Essprotokoll, das du täglich führst. Du notierst dir
jeden Tag Gegebenheiten und Gefühle rund ums Essen; was, wo, wann und
wieviel du gegessen hast. Außerdem, wie deine Stimmung vor dem Essen war,
ob du einen Heißhungeranfall hattest, welche Gefühle und Gedanken dich
beim Essen begleitet haben, und ob du anschließend erbrochen hast. Wenn
du das über einige Zeit durchgehalten hast, werden dir deine Aufzeichnungen
wichtige Informationen über dein Essverhalten liefern, und du wirst erkennen,
wo du ansetzen kannst, um es zu ändern. Vielleicht stellst du fest, dass du
völlig unregelmäßig isst, oder dass du tagsüber fast gar nichts isst und
dafür die halbe Nacht hindurch.

 

  

Was genau schreibe ich in mein Essprotokoll?

 

  • Die Uhrzeit: Schreibe auf, wann du etwas zu dir genommen hast, auch wenn es nur eine Kleinigkeit nebenbei war. Dein Ziel sollten "feste" Essenszeiten sein.
  • Deine Situation vor dem Essen: Enttäuschungen, Stress, schwierige Begegnungen, Einsamkeit können z.B. Ess-Attacken auslösen.
  • Dein Hunger (in %): Hattest du großen Hunger (100 %) oder mäßigen (20-30 %), oder hast du gegessen, ohne hungrig zu sein? Dein Ziel ist, Hungergefühle wieder wahrzunehmen.
  • Was, wieviel, wie: Wieviel genau hast du jeweils gegessen? Zum Beispiel: 1 Apfel, 2 Löffel Quark, Magerstufe, 5 Schokoriegel. Hast du in Ruhe oder unter Stress gegessen?
  • Die Sättigung (in %): Warst du kaum satt (20-30 %) oder übersatt
    (150 %)? Erkennst und beachtest du deine natürliche Sättigungsgrenze?
  • Hast du erbrochen? Wenn ja, wann und wie häufig? Hast du Abführmittel oder andere Medikamente eingenommen? Oder vielleicht versucht, alles durch Sport abzutrainieren?
  • Deine Situation nach dem Essen: Welche positiven oder negativen Gefühle hast du wahrgenommen?

 

 Und was mache ich, wenn ich alleine nicht weiterkomme?

 

Wende dich an eine Beratungsstelle für Essstörungen. Sie können dich an eine Ernährungstherapeutin weitervermitteln, einige bieten sogar selbst Ernährungsberatung an. Dort kannst du deine Ess-Protokolle besprechen. Außerdem kannst du dir deinen persönlichen Essplan aufstellen, der dir Orientierung gibt.

 

 

Mein persönliches Essprotokoll zum Herunterladen und eine Anleitung zum Führen dieses Protokolls:

 

Download persönliches Essprotokoll (PDF-Datei)

 

Download Anleitung persönliches Essprotokoll (PDF-Datei)

Zu den Seiten:

Richtig Essen und Genießen   Mein persönlicher Essplan  

 

 

 

 

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