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Richtig Essen und Genießen

 

 

RICHTIG ESSEN UND GENIEßEN

 

 

 

Was ist der erste Schritt hin zu einem normalen Essverhalten?

 

Zunächst ist es wichtig, dass du dir bewusst wirst, welche Rolle Essen in deinem Leben spielt. Essen kann Trost und Bestätigung spenden, wenn du traurig bist oder an etwas leidest. Essen kann - genau wie Drogen oder Alkohol - missbraucht werden, um vor unangenehmen Gefühlen zu fliehen. Denn mit einem vollen Bauch kannst du nicht mehr frei atmen und nimmst auch deine Gefühle nicht mehr so deutlich wahr. Oder du bewahrst dich durch Fasten vor deinen unangenehmen Gefühlen - wer den Kopf voll hat mit Kalorientabellen und der Kontrolle des Ess-Verhaltens, spürt die Leere im Bauch und im Herzen nicht mehr so stark.

Wenn du aus deiner Essstörung heraus willst, musst du bereit sein, gleichsam
über den Tellerrand hinauszuschauen und deinen echten "seelischen Hunger"
zu entdecken, der sich hinter dem zwanghaften Drang zu essen bzw. zu fasten verbirgt.

 

 

Wie lerne ich, wieder normal zu essen?

 

Wenn dein Essverhalten schon lange nicht mehr normal ist, weißt du vermutlich überhaupt nicht mehr, wie man sich richtig ernährt. Wahrscheinlich hast du zu lange versucht, nach einem rigorosen Diätplan zu leben. Dabei hast du völlig verlernt, auf die natürlichen Hunger- und Sättigungssignale deines Körpers zu hören. Wenn du dich nun daran machst, das Essen wieder neu zu lernen, kann es hilfreich sein, wenn du dir deine Essgewohnheiten durch das Führen eines Essprotokolls erst einmal bewusst machst. Wichtig ist auch, dass du regelmäßig isst und deinen eigenen Ess-Rhythmus entwickelst.

 

 

Und wie finde ich meinen persönlichen Essrhythmus?

 

Am besten, du stimmst die Mahlzeiten auf deinen persönlichen Tagesablauf
ab.
Wenn du beispielsweise erst spät nach Hause kommst, kannst du ruhig erst um 22 Uhr zu Abend oder auch später noch eine Kleinigkeit essen. Wichtig ist nur, dass du in regelmäßigen Abständen isst. Zwischen zwei Mahlzeiten sollten nicht mehr als zwei bis drei Stunden liegen, denn wenn du stundenlang nichts isst, provozierst du förmlich einen Heißhungeranfall!

Versuche zunächst, eine regelmäßige Mahlzeit pro Tag zu dir zu nehmen. Am besten die Mahlzeit, die du am einfachsten planen kannst. Versuche dies eine Woche lang durchzuhalten. Wenn es mit einer regelmäßigen Mahlzeit gut klappt, versuche es mit einer zweiten, fest eingeplanten Mahlzeit - und so weiter.

  

 

Wie wird Essen wieder zum Genuss?

 

Nimm dein Essverhalten zunächst einmal kritisch unter die Lupe: Isst du wirklich bewusst? Vieles, was wir "so nebenbei" essen, registrieren wir nämlich gar nicht richtig. Versuche, ab sofort nicht mehr im Gehen oder Stehen zu essen, sondern im Sitzen. Lass' dich auch nicht durch Lesen oder Fernsehen vom Essen ablenken, sondern konzentriere dich auf das, was du isst. Lass' dir Zeit und nimm kleine Bissen, die du gründlich kaust. Mach' auch mal eine kleine Pause beim Essen, indem du Messer und Gabel zwischendurch aus der Hand legst. Iss nicht direkt aus der Tüte oder Packung, sondern gib die Menge, die du essen willst, auf einen Teller. Und höre auf zu essen, sobald du dich satt fühlst. Es dauert erfahrungsgemäß allerdings einige Zeit, bis du wieder individuelle "Zeichen" der Sättigung wahrnimmst.

Zu den Seiten:

Tipps zum Essverhalten   Mein persönliches Essprotokoll  

 

 

 

 

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