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Weitere Therapieformen bei Essstörungen

 

 

WEITERE THERAPIEFORMEN BEI ESSSTÖRUNGEN

 

 

 

Wie läuft eine Körperpsychotherapie ab?

 

Eine Körperpsychotherapie ist eine eigenständige Therapieform, die die
Arbeit mit dem Körper in die Psychotherapie einbezieht
: z.B. in Form von Atemübungen, Körperwahrnehmungsübungen, Körperausdruck über Bewegung und Stimme und vieles mehr. Das alles findet während des therapeutischen Gesprächs statt und hilft z.B. Gefühle besser spüren, zulassen und verstehen zu können und diese mehr und mehr auszudrücken.

Da der Körper sich an alles erinnern kann, was dir im Laufe deines Lebens begegnet ist, kann er dir auch bei der Verarbeitung schwieriger Erlebnisse, wie z.B. Angst oder Trauer, helfen. Darüber hinaus haben die meisten Menschen, die von Essstörung betroffen sind, den Kontakt zu ihrem eigenen Körper verloren. Hier hilft die Körperpsychotherapie, sich im eingenen Körper wieder Zuhause fühlen zu können, dem Körper wieder zu vertrauen.

 

 

Was bringt eine Tanz- und Bewegungstherapie?

 

Elemente der Tanz- und Bewegungstherapie werden oft begleitend eingesetzt,
zum Beispiel in Kliniken und teilstationären Therapien. Die Betroffenen lernen dort, mit dem eigenen Körper, der ihnen oft fremd ist, wieder in Kontakt zu kommen, den Körper wieder positiver zu erfahren. Die Tanztherapie bietet einen anderen Zugang: über Bewegung statt über Worte. Das kann für manche Patienten sehr hilfreich sein.

 

  

Was ist eine Familientherapie und wann macht sie Sinn?

 

Eine Familientherapie oder systemische Therapie beschäftigt sich - wie der
Name schon sagt - mit dem (Familien-)System. Du kannst dir das vorstellen wie ein Mobile: Wenn ein Teil zum Beispiel durch einen Luftzug in Bewegung gerät, wirkt sich das auch auf alle anderen Teile des Mobiles aus. So ist es auch mit einer Essstörung: Sie lässt Eltern und Geschwister nicht unberührt, und wie die anderen Familienmitglieder reagieren, kann wiederum dazu beitragen, dass sich das Essverhalten normalisiert oder aber die Essstörung verschlimmert wird. Daher werden bei einer Familientherapie alle Personen einbezogen, die mit dem Problem zu tun haben. Gearbeitet wird an den Beziehungen zwischen den Familienmitgliedern und an den Stärken und Kompetenzen der Familie, die dazu beitragen können, Probleme in Zukunft konstruktiv zu lösen.

 

Sinnvoll ist eine Familientherapie bei jungen Betroffenen, die noch zuhause
bei ihren Eltern leben und darüber hinaus immer dann, wenn Strukturen und
Beziehungen in der Familie zur Entstehung oder Aufrechterhaltung der
Essstörung beitragen. Auch in der Einzeltherapie können systemische
und familientherapeutische Methoden zur Anwendung kommen,
um sich die
Beziehungen in Familien zu verdeutlichen.

  

 

Was versteht man unter Gestalttherapie?

 

In der Gestalttherapie geht es um das "Hier und Jetzt" und darum, einen bewussteren Zugang zu den eigenen Gefühlen, dem eigenen Körper und der Umwelt zu erlangen. Ziel ist, sich seiner Bedürfnisse bewußt zu werden und Fähigkeiten zu entwickeln, um diese zu befriedigen - ohne andere zu verletzen oder zu benutzen. Um dies zu erreichen, können alle möglichen Methoden eingesetzt werden: Gespräch, Körperarbeit, Malen, Rollenspiele usw.

 

 

 

Zu den Seiten:

Psychoanalyse   Tipps zum Essverhalten  

 

 

 

 

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