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Tipps für Angehörige, Freunde, Lehrer und Ärzte

 

 

 

TIPPS FÜR ANGEHÖRIGE, FREUNDE, LEHRER UND ÄRZTE

 

 

 

Was kann ich denn als Angehöriger, Freund oder auch als Lehrer oder

Arzt tun?


Das wichtigste ist, die Betroffenen ernst zu nehmen und nicht abwertend zu behandeln. Selbst bei Ärzten oder Therapeuten stößt man immer wieder auf Vorurteile: „Der sollte einfach weniger essen“ oder „Die kann sich ja nicht beherrschen“. Auch der Rat, „einfach weniger zu essen“, hilft kaum weiter, da in aller Regel weit mehr dahinter steckt als nur ein Problem mit dem Essen.
Andererseits sind die meisten Betroffenen auch irritiert, wenn man ihnen sofort psychische Probleme unterstellt und quasi „mit einem Behandlungsplan ins Haus fällt“. Wichtig ist erst einmal herauszufinden, worunter die oder der Betroffene am meisten leidet, und was sie bzw. er verändern möchte. Oftmals steht die Gewichtsabnahme im Vordergrund, dann ist es wichtig, an professionelle Beratungsstellen und Einrichtungen zu verweisen, da ein reiner Diätplan in der Regel nicht zum Erfolg führt.

 

 


Das heißt, es ist also in erster Linie Sensibilität gefragt?

 

Ja, in jedem Fall! Zumal viele Betroffene schon einige Versuche hinter sich haben, Gewicht zu verlieren. Sie sind frustriert und denken: „Es hilft eh alles nichts, ich habe immer alles wieder zugenommen“. Folglich ist es oft nicht so einfach, sie zu einem neuen Anlauf zu motivieren.

 


Was raten Sie Eltern von adipösen Kindern?


In jedem Fall professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Je früher das Kind lernt, sein Ess- und Bewegungsverhalten umzustellen, desto besser – schließlich können auch schon in jungen Jahren schwerwiegende körperliche Schäden auftreten. Das kann natürlich auch bedeuten, sein eigenes Ernährungsverhalten als Eltern kritisch zu hinterfragen, denn wichtig ist, dass regelmäßig ausgewogene Mahlzeiten auf den Tisch kommen. Im Umgang mit dem Kind sollten niemals Nahrungsmittel als Belohnung verwendet werden oder Nahrungsentzug als Bestrafung. Zudem ist es wichtig, sich nicht nur auf das Gewicht zu konzentrieren, sondern positive Eigenschaften des Kindes hervorzuheben und so sein Selbstbewusstsein zu stärken.

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