Körperliche Folgen: Abführmittelmissbrauch (Laxantien)
KÖRPERLICHE FOLGEN VON
ABFÜHRMITTELMISSBRAUCH
Viele Menschen, die ihr Gewicht reduzieren möchten oder das Völlegefühl los werden wollen, greifen dafür zu Abführmitteln, die sie in großer Anzahl und über einen langen Zeitraum kontinuierlich anwenden.
Dieser Abführmittelmissbrauch kann zu folgenden gesundheitlichen Schäden führen:
- Durch den Kaliummangel hervorgerufen: Herzrhythmusstörungen, Verlangsamung der Magenentleerung und Verdauung (Darmträgkeit und Völlegefühl), Verstopfung (Obstipation)
- Durch den Säurenüberschuss hervorgerufen: Nierenschäden
- Durch den Flüssigkeitsverlust hervorgerufen: Schwächeanfälle, Nierenschäden, Wassereinlagerungen
Der dauerhafte Gebrauch von Abführmitteln verbessert die Verdauung nicht. Das Gegenteil ist der Fall: über den Darm gehen vermehrt Kalium und Flüssigkeit verloren, was eine Verminderung der Darmbewegung bewirkt. Als Reaktion darauf wird die Einnahme des Abführmittels erhöht, ein Teufelskreislauf mit zunehmender Abhängigkeit entsteht. Eine Verstopfung (Obstipation), bis hin zu einem Darmstillstand oder Darmverschluss kann die Folge sein.
Ein verminderter Kaliumspiegel wird von einer langsameren Magenentleerung begleitet, die zusammen mit einer verminderten Darmtätigkeit ein Völlegefühl verursacht. Dies kann wiederum Anlass für weiteres Erbrechen oder Abführmittelmissbrauch sein.
Infolge des Durchfalls (Diarrhoe) kann es zu größeren Flüssigkeitsverluste (Wasser und Salze) kommen, was zu Schwächeanfällen und Nierenversagen führt. Durch die Minderung des Flüssigkeitsgehaltes wird das Blut zähflüssiger, die Nieren werden unzureichend durchblutet und können dabei dauerhaft geschädigt werden. Infolge der Nierenschäden kann sich wiederum Wasser im Körper einlagern.
Insbesondere nach Absetzen des Abführmittels oder Einstellen des Erbrechens, kann es vermehrt zu Wassereinlagerungen im Körper kommen. Erschreckt durch die scheinbare Gewichtszunahme werden manche Betroffene wieder rückfällig.
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